Airbus kämpft mit Triebwerksproblemen

im Moment stehen in den Hallen von Airbus über 100 A320, die wegen Triebwerksproblemen nicht ausgeliefert werden können. Besonders die Triebwerke der Neos machen Probleme.

Eigentlich war der Plan von Airbus mindestens 50 A320 Flugzeuge pro Monat auszuliefern. Die Zahlen können aber jetzt nicht verwirklicht werden, da die Triebwerkshersteller nicht genügend Antriebe liefern können.

In den Hallen von Airbus wird im Moment eine moderne Version von Tetris gespielt, überall dort, wo es noch ein bisschen Platz gibt, werden Komponenten gelagert. Halb fertige Flugzeuge werden möglichst platzsparend geparkt, wo sie auf die wichtigen Komponenten warten.

In den A320 werden zwei verschiedene Antriebseinheiten eingesetzt. Kunden können zwischen den Triebwerken von Pratt & Whitney und den Leap Motoren von General Electric wählen. Besonders die Antriebseinheiten von Pratt & Whitney machen Probleme. Zuerst gab es Probleme mit der Hitzeentwicklung und dann mit der Steuerung. Vor kurzem sind auch noch Probleme mit einer Dichtung aufgetreten, durch die die Flugaufsichtsbehörde Flugverbote für mehrere Flugzeuge aussprach. Einige der Maschinen können zwar fliegen, dürfen aber keine längeren Strecken mehr über dem Wasser zurücklegen. Direkt nach der Bekanntgabe des Flugverbots stoppte Airbus die Produktion der Flugzeuge sofort.

Laut des Unternehmens ist man kurz davor, das Problem zu lösen, die Flugaufsichtsbehörde muss aber noch ihr „OK“ geben. Trotzdem ist man optimistisch, dass man in Kürze das Problem mit einer neuen Dichtung lösen kann. Alle Flugzeuge sollen dann bis spätestens Ende dieses Jahres ausgeliefert werden, sobald genügend Antriebseinheiten zur Verfügung stehen.

Die A320 ist das wichtigste Modell von Airbus, das schon über 8000-mal ausgeliefert wurde. Im Moment sind noch ungefähr 14.000 Bestellungen offen und warten auf ihre Auslieferung. Für Airbus ist die Modellreihe äußerst wichtig, damit die drei Produktionsstandorte weiterhin beschäftigt werden können.

Im Moment werden vier Modelle mit der Typenbezeichnung ausgeliefert, die sich in der Ausstattung und der Länge unterscheiden. Besonders gefragt ist im Moment das Modell Neo, das mit den hochgebogenen Flügelspitzen und den vorher genannten Triebwerken bis zu 15 % Kraftstoff einsparen kann.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *