Boing übernimmt die zivile Sparte von Embraer

Am Montag den 5. Juli 2018 präsentierten Boing und Embraer die endgültige Vereinbarung für ein gemeinsames Joint Venture. Bis dahin war es ein langer Weg. Besonders in Brasilien wurde der Verkauf des Flugzeugherstellers stark kritisiert. Einige Politiker schalteten sich ein und sprachen sich gegen den Verkauf aus.

In den letzten Monaten wurde aber einen Weg gefunden, mit dem sich die beiden Flugzeughersteller und die brasilianische Regierung anfreunden konnten. Das brasilianische Unternehmen wird dafür die gesamte Passagierflugzeugsparte in das Joint Venture einbringen. Es wird ein neues Unternehmen gegründet, mit Sitz in Brasilien, an dem Boeing mit 80 % beteiligt sein wird. Der Wert dieser Vereinbarung wird auf 3,8 Milliarden $ geschätzt.

Die brasilianische Regierung hatte Angst wegen der engen Zusammenarbeit des Unternehmens mit dem brasilianischen Militär. In der neuen Vereinbarung sind aber das Rüstungsgeschäft und die Business Jets ausgeschlossen, sie bleiben in der Hand des brasilianischen Unternehmens. Laut Aussagen von Boeing soll damit eine wichtige strategische Partnerschaft geschlossen werden, die die Rolle beider Unternehmen strategisch stärkt.

Das neu gegründete Unternehmen wird sich vor allen Dingen auf den Verkauf der Embraer E195-E2 konzentrieren, die 146 Passagieren Platz bietet. Für den Weltmarkt sind die kleineren Modelle, wie die E145, nicht so interessant. Mit dem neuen Unternehmen soll auch in Brasilien eine Entwicklungsabteilung entstehen, die durch den Beitrag von Boeing besonders an der Entwicklung von elektrischen Flugzeugen arbeiten soll.

Auch Airbus war an Embraer interessiert, allerdings konzentrierte sich das Interesse der Europäer ausschließlich auf die C-Serie. Bei dem aktuellen Vertrag geht es aber um eine viel größere Produktpalette des brasilianischen Herstellers.

Durch diesen Vertrag hat Boeing wieder deutlich an Bedeutung auf dem Markt gewonnen. Airbus und Boing dominieren den Markt, da die Konkurrenten aus Russland und China nicht stark genug sind um es mit den beiden Unternehmen aufzunehmen.

Bis jetzt gab es noch keine Kommentare aus Russland und China, man erwartet aber, das besonders China mit neuen Investitionen auf den Zusammenschluss der beiden Unternehmen reagieren wird.

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