Der berühmte rote Baron flog den Albatros D2, der ab 1917 gebaut wurde. Die 637 kg schwere Maschine hatte einen 650 PS Motor von Mercedes und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 175 km/h. An dem Flugzeug waren zwei Maschinengewehre starr montiert, mit denen sie eine bessere Feuerkraft hatte, als die Flugzeuge der alliierten Streitmächte.

Der Albatros D2 erreichte eine Flugdauer von anderthalb Stunden und konnte bis auf eine Gipfelhöhe von 6000 m steigen. Damit erreichte das Flugzeug eine maximale Reichweite von 230 km. Von dieser Maschine wurden nur 275 Stück gebaut und sie hatte nur einen Sitzplatz für den Piloten. Dieser musste das Flugzeug steuern und die Maschinengewehre bedienen. Von September bis Dezember 1916 wurden 275 Flugzeuge von diesem Typ gebaut.

Das deutsche Militär setzte dieses Flugzeug im Ersten Weltkrieg ein. Im Januar 1917 waren schon 214 Maschinen im Einsatz, im März 1918 nur noch zwei Stück. Ab September 1916 wurde dann der Nachfolger, die Albatros D3 gebaut, die aufgrund der besseren französischen Nieuport Kampfdoppeldecker entwickelt wurde. Bei dieser Maschine wurden die unteren Tragflächen schmaler, sodass der Pilot eine viel bessere Sicht hatte und das Flugzeug wendiger wurde.

Die Albatros D3 wurde dann ab Januar 1917 im Ersten Weltkrieg eingesetzt. Sie war den Flugzeugen der alliierten Streitkräfte durch ihre Manövrierfähigkeit weit überlegen. Im Mai 1917 waren bereits 327 Flugzeuge im Einsatz. Fast alle der 37 Jagdstaffeln der Luftwaffe wurden mit diesem Flugzeugtyp ausgerüstet. Diese Maschine ist einer der Gründe, warum die englische Luftwaffe im blutigen April 1917 151 Flugzeuge verlor und die deutsche Luftwaffe nur 30.

Die kleineren Tragflächen hatten aber auch einen großen Nachteil. Bei hohen Belastungen fing das Flugzeug an zu vibrieren. Die unteren Tragflächen fingen an zu vibrieren und konnten bei höheren Belastungen sogar berechnen. Auch Manfred von Richthofen erlitt einen Flügelbruch und konnte sich 1917 nur noch durch eine Notlandung retten.