Im Juli 1932 begann der Flugbetrieb mit der ersten Junkers Ju 52 bei der Deutschen Lufthansa AG.

Den ersten Unfall hatte diese Maschine schon am 29. Juli 1932. Die D-2201 kam aus Berlin und musste in München zwischen landen. In einer Höhe von ungefähr 300 m stieß ein Schulflugzeug im Steigflug gegen das linke Fahrwerk. Die Junkers JU wurde stark beschädigt, der linke Flügel wurde fast abgerissen und der Motor stark beschädigt. Trotzdem konnte der Pilot die Maschine landen und die Passagiere retten. Unter ihnen war auch der damalige Direktor der Lufthansa, Erhard Milch.

Der Flugzeugtyp wurde ursprünglich als eine einmotorige Transportmaschine entwickelt, die es möglich machen sollte Fracht in entlegene Gebiete zu transportieren. Bei der Entwicklung standen zwei Aspekte im Vordergrund. Die Maschine musste leicht zu warten sein und auch militärisch nutzbar sein. Darauf bestand das damalige Reichswehrministerium, welches an der Entwicklung beteiligt war.

Bei der Planung wurde auch eine dreimotorige Maschine entworfen, die aber zuerst nicht gebaut werden sollte. Die deutsche Lufthansa wollte aber unbedingt ein dreimotoriges Flugzeug in das Programm aufnehmen, sodass es 1931 auch produziert wurde.

Charakteristisch für die Junkers Ju war die Wellblechbeplankung, die leicht ausgewechselt werden konnte. Außerdem konnte das Flugzeug ohne jegliche Veränderung für das Militär genutzt werden. Die Unterteilung des Frachtraums und eine Ladeluke auf der Oberseite ermöglichten den schnellen Einbau eines MG. Die ersten 700 Exemplare wurden mit Klappen im Rumpfboden ausgerüstet, auf denen Bombenschächte montiert werden konnten.

1933 bekam Junkers den Auftrag 450 dieser Maschinen für das Militär herzustellen. Die deutsche Lufthansa nutzte diese Flugzeuge bis 1945. In der Nachkriegszeit wurde die Junkers JU von vielen ausländischen Fluglinien und von Privatleuten genutzt. Sie steht heute als Symbol des Wiederaufbaus von Deutschland, weil sie auch oft für die Brücke von Berlin genutzt wurde. Es existieren nur noch wenige flugfähige Junkers JU in Deutschland.