Dreamliner müssen wegen Rolls Royce auf dem Boden bleiben!

Der Dreamliner von Boeing macht durch weitere Probleme auf sich aufmerksam. Grund dafür sind die Triebwerke von Rolls-Royce, die frühzeitige Ermüdungserscheinungen zeigen. Der Hersteller musste vor kurzem bekannt geben, dass es noch einen dramatischen Anstieg von Flugzeugen geben wird, die wegen Defekten nicht starten können.

Die Trent 1000 Triebwerke werden seit 2006 hergestellt und bieten jeweils bis zu 40 Tonnen Schubkraft. Pro Sekunde fließen bis zu 1,2 Tonnen Luft durch die Turbinen. Jeder dieser Turbinen wiegt 6 Tonnen, was einen erheblichen Wartungsaufwand verursacht. Bis jetzt wurden über 700 Boing 787 Dreamliner ausgeliefert, in drei verschiedenen Versionen. Die Auslieferung der 1.377 bestellten Maschinen ist jetzt in Gefahr, da viele Kunden von den Problemen abgeschreckt werden.

Alle Flugzeuge, die mit den Trent-1000 Triebwerken ausgerüstet wurden, müssen eingehend untersucht werden. Im Moment sind schon 35 Flugzeuge gezwungen in den Hallen zu bleiben und wahrscheinlich werden noch weitere 15 nicht mehr starten dürfen. Bis jetzt wurden bei knapp 80 % der Motoren der C Variante Haarrisse in den Turbinenschaufeln gefunden. Diese Motorenvariante kam zum ersten Mal in der Boeing 787-9 zum Einsatz. Die Ermüdungserscheinungen betreffen mindestens 30 % der ausgelieferten Turbinen.

Rolls-Royce rechnet mit einer noch höheren Anzahl der betroffenen Flugzeuge und ist sich laut dem Firmenvorstand den Unannehmlichkeiten für die Kunden bewusst. Die defekten Triebwerke haben einige Linien dazu gezwungen, die Maschinen nur noch auf kurzen Strecken einzusetzen, bis die Frist der Bundesluftfahrbehörde abgelaufen ist und die Triebwerke wieder freigibt. Bei Rolls-Royce wurden schon Mehrkapazitäten geschaffen, damit die hohe Anzahl von Triebwerken so zügig wie möglich geprüft werden können.

Die intensiven Wartungskosten werden Rolls-Royce in finanzielle Probleme bringen, vermuten einige Spezialisten. Der Konzern will in den nächsten Wochen einen detaillierten Plan veröffentlichen, wie das Unternehmen die zusätzlichen Kosten aufbringen wird. Laut Geschäftsführung besteht aber kein Grund zur Sorge, die hohen Kosten sollen durch Einsparungen an anderen Stellen kompensiert werden.

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